25.07.15
Zwei Tage Standing Ovations für außergewöhnliche West Side Story Produktion
Anita, Bernardo, Tony, Maria und Riff singen Tonight
Tänzerinnen und Darsteller im Ballsaal vereint
Somewhere - ein emotionaler Höhepunkt

Anita, Bernardo, Tony, Maria und Riff singen Tonight

Anita, Bernardo, Tony, Maria und Riff singen Tonight
Tänzerinnen und Darsteller im Ballsaal vereint
Somewhere - ein emotionaler Höhepunkt

Tänzerinnen und Darsteller im Ballsaal vereint

Anita, Bernardo, Tony, Maria und Riff singen Tonight
Tänzerinnen und Darsteller im Ballsaal vereint
Somewhere - ein emotionaler Höhepunkt

Somewhere - ein emotionaler Höhepunkt

Die Musical-AG des Burggymnasiums präsentierte am 21. und 22.7. nach einjähriger Probenzeit die West Side Story von Leonard Bernstein.

Sechzig Mitwirkende freuten sich über eine an beiden Tagen fast ausverkaufte Stadthalle. Die sechzehn Darsteller, Schüler und Lehrer des Burggymnasiums, wurden von einem sechzehnköpfigen Orchester hervorragend begleitet. Zudem sorgten dreißig Tänzerinnen des Ballettstudios Wagner-Rogoschinski durch ihre hervorragende Choreographie für einen imponierenden Gesamteindruck.

Das äußerst anspruchsvolle Werk ist für Schülergruppen eigentlich kaum spielbar. Deshalb war das Orchester zum größten Teil mit Musikern der Marvin Dorfler Big Band besetzt, die diese musikalische Herausforderung hervorragend meisterten. Bernsteins Besetzung beinhaltet verschiedene Saxophonstimmen, Baßklarinette, Fagott, Horn, Posaune, drei Trompeten, Percussion und Rhythmusgruppe. Diesen Gesamtklang hat das Orchester in beeindruckender Weise umgesetzt und auch die schwierige Rhythmik Bernsteins gemeistert.

Außergewöhnlich war, dass sämtliche Gesangsrollen mit Schülerinnen und Schülern besetzt werden konnten. Riff (Andi Gallegos), Bernardo (David Unger) und Anita (Vanessa Rivera) überzeugten das Publikum sowohl durch ihren Gesang als auch durch ihr Spiel. Trotzdem muss man an dieser Stelle Maria (Elif Öczelik) und Tony (Ilya Volkov) hervorheben, da diese beiden Rollen höchsten Opernansprüchen genügen. Dies zeigte sich besonders bei One hand, one heart und dem Quintett Tonight. Aber auch Jets und Sharks wussten zu überzeugen. Besonders hervorzuheben ist hier Hella Jäger, die mit sehr viel Wärme und Ausdruck das bekannte Somewhere vortrug und einen Moment sehr großer Emotion hervorrief. Ein weiteres Beispiel dafür war das Lied Officer Krupke, bei dem Action (Jona Landau), Arab (Max Herms), Big Deal (David Unger) und Anybody (Selina Schultheis) das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinrissen.

Die gute Zusammenarbeit mit dem Ballettstudio Wagner-Rogoschinski zeigte sich darin, dass einzelne Tänzerinnen Nebenrollen übernahmen und dass Songs wie Dance at the Gym, Cha-cha und Somewhere durch die Choreographie erst ihre volle Wirkung erzielten. Höhepunkt der Probenarbeit von Monika Rogoschinski und Rieke Rapp war der Mambo, bei dem Darsteller und Balletttänzerinnen gemeinsam auftraten.

Zum Gelingen dieses facettenreichen Projektes trugen auch mehrere Lehrerinnen und Lehrer bei. Während Stefan Spielberger daran arbeitete, dass die Qualität des Gesangs stetig zunahm, führte Ute Optenkamp Regie. Olaf Czieslik sorgte für das eindrucksvolle Bühnenbild, Susanne Vrobel war für die Gestaltung der Eintrittskarten, Programme und Plakate zuständig. Zudem wurden die Erwachsenenrollen Glad Hand (Carsten Weber), Krupke (Reiner Schulze), Schrank (Michael Hippenstiel) und Doc (Thomas Berlenbach) von Lehrern gespielt.

Dass aus all diesen Bausteinen ein derart gelungenes Gesamtkunstwerk werden konnte, ist vor allem Hans Eckhardt zu verdanken, der mit seinem musikalischen Sachverstand und seiner unendlichen Geduld und Übersicht das Projekt zielsicher auf die beiden mitreißenden Aufführungen hinlenkte, die vom Publikum durch Standing Ovations gewürdigt wurden.