Die Fachbereiche evangelische und katholische Religion stellen sich vor
Beide Fachbereiche zeichnen sich bereits seit Jahren durch eine hervorragende ökumenische Kooperation an unserer Schule aus: Herr Hippenstil für das evan-gelische und Herr Ruß für das katholische Fach vertreten gemeinsam die Bedürf-nisse und Interessen des Unterrichtsfaches Religion an der Burg. Fachspezifische Abgrenzungen oder gar konfessioneller Argwohn ist uns fremd.
So ist es uns auch ein gemeinsames Anliegen, dass beide Lehrpläne hinsichtlich ihrer Themenschwerpunkte - und ohne dabei das spezifisch Katholische und Evangelische zu vernachlässigen oder zu relativieren – kollegial einvernehmlich abgestimmt werden. Im Mittelpunkt dieser Orientierung steht das gemeinsam christlich Verbindende und die davon abgeleitete ethische Relevanz, das soziale Miteinander, die gegenseitige Toleranz und Akzeptanz, deren Erörterung einen breiten Raum einnimmt.
Trotz eines allgemein sinkenden Interesses der SchülerInnen, überhaupt noch am Leben einer Gemeinde und damit am konfessionell unterschiedenen Unterricht teil-zunehmen, haben wir es angesichts sehr motivierter Lehrerinnen und Lehrer erreicht, dass wir in den Jahrgängen 11 bis 13 jeweils zwei Parallelklassen einrichten konnten und sie - nach Wahl der Schülerinnen und Schüler - auch zum Abitur führen. Dieses wird dann von beiden Konfessionen geplant und im Geiste der Ökumene durchge-führt.
Unser Ziel ist es, unter den nunmehr wenig kirchlich Sozialisierten eine tragfähige Lebensperspektive zu vermitteln, die über das bloß Schulische hinausweist. Wir bieten Raum für ausreichend Gespräche und provozierende Diskussionen. Sie sollen den SchülerInnen helfen, angesichts einer auch hier sichtbaren pluralistischen Welt- und nahezu scheinbar beliebigen Werteausrichtung – einen eigenen christlich-orien-tierten Standpunkt vertreten zu lernen, kritisch dabei auch die kirchlichen Institutio-nen zu hinterfragen und ein solides Bewusstsein für die eigene Sinnfindung und das individuelle Lebensziel auszubilden. Es soll zeigen, dass es über das vermittelbare Wissen „mehr“ gibt als nur Karriere zu machen und im Leben Erfolg zu haben, etwas, das sie als junge Menschen in ihr Leben integrieren können, das sie - hier unter Gleichgesinnten gestärkt - dazu befähigt, das verbindend Christliche zu erkennen, zu entfalten und glaubend im Alltag leben können.
So offerieren wir Angebote für Arbeitsgemeinschaften mit der Bibel, die spezifisch auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler durchgeführt werden, in denen das angesprochen werden soll, was der Lehrplan sonst ausspart. Durch das Engagement von angehenden Lehrerinnen und Lehrern werden diese denn auch gut besucht. Aus diesen Gruppen wird dann der alljährlich stattfindende Gottesdienst gemeinsam kreativ und mit aufwändig vorbereitet und gestaltet. Das Ergebnis sind denn auch eine volle (Burg-)Kirche, die wir gegenüber dem Schulgelände in der Burg benutzen dürfen, und der Beweis, dass Lebens- und Glaubensfragen an unserer Schule einen ebenso relevanten Platz einnehmen.
Für die beiden Fachbereiche:
Herr Hippenstiel (ev.) und Herr Ruß (kath.)