7.06.12
Die großen 6 treffen sich zu einem Energie-Gipfel der besonderen Art
Ausflug zur Edertalsperre
Besuch des Französchen Viertels in Tübingen
Blühende Partnerschaft

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Burggymnasium präsentiert sich als glänzender Gastgeber beim diesjährigen Comenius-Projekt in Friedberg

Wie lässt sich am besten recyclen? Welche alternativen Energien sind die besten? Und wie funktionieren die? Wie lässt sich Kosmetik ohne Chemie herstellen? Und geht das auch bei Putzmitteln? Welche natürlichen Stoffe gibt es dazu? Und überhaupt: was kann Schule dazu beitragen, nachhaltig und energiebewusst zu leben?

Diesen dicken Fragekatalog arbeiteten vor ein paar Tagen Experten aus sechs Ländern ab. Genauer gesagt waren es Lehrer und Schüler aus Frankreich, Polen, Schottland, Schweden, Spanien und aus dem Gastgeberland, der Bundesrepublik Deutschland. Alle waren involviert in das Comenius-Projekt der Europäischen Union. Als gastgebende Schule richtete das Burggymnasium Friedberg das Treffen aus, das dieses Mal unter dem großen Thema ?Nachhaltigkeit? stand. Vom 24. April bis zum 30. April bearbeiteten das Thema mit den Friedbergern 25 Schüler und 12 Lehrer aus den eingeladenen Ländern. Dabei blieb es nicht bei Diskussionen und Ideen. Sondern es wurde fleißig getüftelt und getestet. So probierten Lehrer und Schüler gemeinsam aus, wie sich etwa aus natürlichen Stoffen Kosmetik herstellen lässt, wie ein optimales Öko-Haus aussehen muss und erforschten, wie sich aus alten Sachen neue machen lassen. Recycling heißt das Zauberwort. So entstand auch ein besonderes Prunkstück: Ein Sessel aus Pappe.

Lehrer Nobert Klein koordiniert für das Burggymnasium das Comenius-Projekt. Seit vielen Jahren. Unterstützt wird er dabei von den Lehrern Thomas Berlenbach, Olaf Czieslik und Rainer Waas. Die Ziele des Comenius-Projekts sind einfach. Schulen verschiedener Länder sollen sich austauschen und voneinander lernen. Die Europäische Union fördert und finanziert das Projekt.

In Friedberg begrüßte Schulleiter Dr. Lothar F. Korger seine Gäste. Und auch die Schule sah etwas anders aus als sonst. Auf dem Schulhof sollten für die nächsten Tage ? wie bei einem großen politischen Kongress ? die Fahnen der Länder wehen, die dieses Mal dabei waren. Und die Teilnehmer schritten schnell zur Arbeit. Doch sie tüftelten nicht nur, wie sich in Zukunft die viel beschworene Nachhaltigkeit realisieren ließe. Sie waren vor allem von dem Programm begeistert, das die Lehrer des Burggymnasiums für sie ausgedacht hatten. So lernten sie in Frankfurt das Dialog-Museum kennen, machten Halt auf einem Bauernhof in Nordhessen, lauschten dem Schulchor unter Leitung von Stefan Spielberger und feierten mit der Big Band der Schule, bei dem Lehrer Hans Eckhart den Takt angibt. Schließlich bestaunten sie noch eine außergewöhnliche Wohnsiedlung in und die Altstadt von Tübingen. Und bei einer großen Soirée Gourmande genossen sie Bioprodukte aus den unterschiedlichen Ländern.

Am Ende sollte etwas bleiben. Daher wurden im Burgzwinger zwei Apfelbäume gepflanzt, deren Fruchtbarkeit und Lebenskraft die Nachhaltigkeit symbolisch unterstreichen soll. Nachhaltig blieb vor allem Friedberg in Erinnerung. Schon Tage später flattern eine Menge Dankesschreiben an die Schule.

?Ich hatte eine tolle Zeit. Nur hat mir die Zeit gefehlt, mal richtig zu shoppen?, meinte etwa ein Schüler aus Schweden. ?Ich würde sofort wieder mitmachen?, schrieb ein anderer aus Schottland. Und eine Schülerin aus Spanien wollte gleich wieder zurückkommen. ?Ich liebe Deutschland?, stand in dem Dankesschreiben aus Frankreich und ?Ich bin froh, da gewesen zu sein?, kam es aus Polen zurück.

Das Treffen bildete den Abschluss dieses Projektes. Das nächste ist schon in Planung.