2.12.09
Heute schon eine gute Tat vollbracht?

Schüler des Burggymnasiums in Friedberg sammeln Unterschriften für die internationale Hilfsorganisation Oxfam und kämpfen für ein besseres Klima

„Du kannst in einer Handumdrehung etwas für den Klimaschutz und gegen die globale Erderwärmung tun – Du brauchst mir nur zwei Minuten zuhören, damit ich dir erklären kann wie“. Mit diesem Satz sprechen wir oft die Leute an.

Wir sind wieder unterwegs. Einige Schüler und Lehrer des Burggymnasiums in Friedberg sammeln Unterschriften für eine Aktion von Oxfam Deutschland. Bei der aktuellen Aktion „Klimahelden“ sind wir auf dem Konzert der Indy-Rockband „Maximo Park“ aus England in der Frankfurter Jahrhunderthalle. Oxfam setzt sich für Menschen in der Dritten Welt ein, indem sie die Politik dazu auffordert, ihren Worten Taten folgen zu lassen. Das, was versprochen wurde, soll auch wirklich eingehalten werden. So etwa: das „Zwei-Grad-Ziel“, ein internationales Klimaabkommen und viele weitere Ideen sind ja alle gut und schön, wenn sie nicht verbindlich und rechtlich festgelegt und umgesetzt werden. Das Kyoto-Protokoll lässt grüßen. In wenigen Wochen beginnt der Klimagipfel in Kopenhagen, und wir fordern die Bundesregierung dazu auf, sich für ein globales Klimaschutzabkommen zu engagieren.

Mit diesem Wissen bewegen wir uns in der Frankfurter Jahrhunderthallte zwischen hunderten von Leuten, die auf das Konzert von Maximo Park warten. Viel zu erklären brauchen wir nicht. Die Leute wissen, worum es geht. Wir haben Flyer in der Hand, ein Klemmbrett mit einer Unterschriftenliste unter dem Arm und tragen ein grün-schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift „Klimaheld“ oder „Klimaheldin“.

„Und wie kann ich jetzt etwas fürs Klima tun?“, werden wir meist gefragt. „Gib uns deine Stimme und fordere die Bundesregierung dazu auf diese Ziele einzuhalten. Sag ihr, dass dir die Umwelt und unser Klima wichtig sind“, argumentieren wir.

Wir Schüler vom Burggymnasium machen das nicht zum ersten Mal. Ein paar Mal im Jahr werben wir für die Aktionen von Oxfam und sammeln fleißig Unterschriften. „Das ist ein großartiger Weg den Schülern Politik, Demokratie und wichtige Ereignisse wie den Klimagipfel in Kopenhagen näher zu bringen“ sagen Hans Rubinich und Thomas Berlenbach. Beide sind Lehrer am Burggymnasium und unterstützten uns.

„Ich brauche zwar mindestens 20 Minuten bis ich meine Hemmschwelle überwunden habe, aber dann ist es kein Problem mehr, so viele Menschen anzusprechen – schließlich ist es ja für einen guten Zweck“, sagt die angehende Abiturientin Anita Pika.

Ihre Mitschülerinnen Johanna Thiel und Lena-Marie Nachtigall feiern heute ihre Premiere. Zum ersten Mal sind sie für Oxfam unterwegs und sehr engagiert. Lena-Marie wird beim Konzert sogar beim Pogo-Tanzen noch Unterschriften sammeln.

Dann leert sich das Foyer, in der Halle leuchten die Scheinwerfer auf, die Bühne erstrahlt im blauen Licht. Die Zuschauer jubeln und klatschen. Maximo Park hat soeben die Bühne betreten und sie legen gleich los. Oxfam darf die Band die gesamte Tour begleiten. Denn die Jungs aus Birmingham unterstützten schon lange Oxfam und ihre Aktionen. Spät abends, nach der letzten Zugabe, heften wir unsere Listen ab: Mit nur sieben Leuten haben wir 378 Unterschriften zusammen bekommen. Wir sind zufrieden und freuen uns auf das nächste Konzert mit Oxfam.