Gedicht von Annika Gallisch
Gefangen und angekettet
Von den geordneten Regelmäßigkeiten eines vorbestimmten Lebens,
Verurteilt von einer verstummten Gesellschaft
Die das grenzenlose Träumen verlernt hat.
Durch die Gitterstäbe der Gefangenschaft
Blicke ich hinaus auf die Mauern meines Schicksals.
Hinter diesen verbirgt sich die unendliche Weite,
Die naturschöne Idylle,
Die mir auf ewig verwehrt bleibt.
Doch durch die Macht der Fantasie und des Denkens
Wird meine Sehnsucht nach dir gestillt.
Und niemand ist des Handelns würdig
Mir diese Macht zu nehmen.
So treibe ich in unbestimmten Welten auf der Suche nach dir,
Der all umfassenden Freiheit
Gedicht von Nadine Hahn
Dieses Gefühl
Ich schließe meine Augen,
es ist wie in meinen Träumen.
Dieses Gefühl erscheint in mir nun wieder,
es stimmt mich glücklich wie tausend schöne Lieder.
Dieses Gefühl bringt mich zum lachen,
es lässt mich wundervolle neue Taten machen.
Es erweckt das Glück in meinem Herzen,
vergessen sind nun all die herzzerreißenden Schmerzen.
Dieses Gefühl gibt mir Kraft,
dank ihm habe ich alle Schwierigkeiten geschafft.
Es lässt mich die Welt sehen, wie ein hoffnungsvolles Kind,
mit Träumen, die nun Wirklichkeit sind.
Es ist das Gefühl der Liebe, welches in mir lebt,
es ist das Wunder der Liebe, welches um uns beide schwebt.
Nur wegen dir ergriff es mich,
und so bin ich mir nun sicher: Ich liebe dich!
Gedicht von Karoline Wiegand
Ja gar schöner Mondscheinnacht,
meine Seele, sie ist zum Träumen erwacht,
breitet ihre Flügel aus,
fliegt weit fort,
will hoch hinaus.
Und will die Zeit verrinnen,
so lässt sie jegliche Grenzen verschwimmen.
Meine Seele, sie ward wachgeküsst,
findet all das, was sie so sehr hat vermisst.
Dabei ist sie immer nur auf eines bedacht,
die Sehnsucht als der Seele allergrößte Macht.
Schiff aus Papier
Der goldene Staub in den Augen der Welt,
die Tränen so klar, der Gedanke so rein,
als nie getrübt könnt er sein.
Das Funkeln so stark, die Nebel so dicht,
die Liebe aller Welt, bewacht sie dich?
Die Nacht, so dunkel kann sie sein,
tausend Lichter fallen ein, berühren jeder Lippen zart,
doch deine, auf eine andere Art?
Geliebte Nacht, die Chance ist groß,
stiehl die Herzen, Herz aus Glas, zerbrich es nicht,
die Liebe aller Welt, bewacht sie dich?
Untergegangen, das Schiff aus Papier,
nur auf dem Weg zu dir?
Wie Zeilen auf Sand, bis es verschwand,
rot ward das Meer, nur das Blut von dir?
Vergossen ist meins,
nur das Blut von dir, gabst du es mir?
Der Wind der Zeit war bald bereit,
der Sand - verschwand?
Herz aus Glas, ist voll von Sand,
vielleicht auch der Verstand?
Tausend Schiffe werden es noch sein,
bis das Meer ist wieder rein,
die Liebe aller Welt, bewacht sie dich?
Eine Antwort bekommst du nicht!
(Lena)
Ein Gedicht von Louise
Ich will einen Streifen Papier
So groß wie ich
Ein Meter siebzig
Darauf ein Gedicht
Das schreit,
schreit, was ich bin.
Ob Herzschmerz oder Wut
Ob Freude oder Überwältigung.
Die Buchstaben sollen fliegen,
fliegen in die Herzen der Menschen,
sollen Leute beglücken.
Ob rot, schwarz oder durchsichtig,
auch die Schrift zwischen den Zeilen soll erkannt werden.
Leute sollen lachen, schreien oder weinen
Hauptsache, es wird in die Welt getragen.
Schreit, schreibt, was euch bewegt!
Teilt euch mit!
Egal wie,
Hauptsache ihr tut es.
Wird der Streifen zerstört,
lebt es in euch weiter
weiter, bis zum Ende eurer Tage.
Schreit, schreibt, was euch bewegt!
Teilt euch mit!
Egal wie,
Hauptsache, ihr tut es.
Erst dann können euren Herzen Flügel wachsen.
Ihr erlebt Höhen, die man sonst nicht erreichen kann.
Ihr erlebt Tiefen, zu denen euch niemand führen kann.
Ein Streifen Papier kann der Flügel des Herzens sein.
(Louise)
Liebe
Süß, bitter und zart kann das Schicksal sein.
Doch die Ahnung versteckt sich im Innern.
Wagnis ist der Weg, den mein Schicksal mir bereithält!
Mut zeigt das Süße und Bittere;
Mut stillt meinen Geist.
Bereit meine tugendhafte Grenze zu überscheiten.
Was steckt dahinter?
Mit offenem Wesen der Hingabe laufe ich in deine Arme
Und spüre die Zweisamkeit, die Wärme,
Das Gefühl der Innigkeit.
Ich liebe dich
(Viktoria)
zwei Gedichte von Svenja
romantisches Gedicht:
Jetzt sitz' ich hier am Fenster,
schau nach draußen und es ist so finster.
Der Mond in hellem Schein,
ich würde gerne droben sein.
Eingebettet in ein Sternenbeet.
Leuchtend hell verdrängt er die Dunkelheit,
und bringt mich in Verlegenheit,
Oben könnte man dem Leid entfliehen,
und dort seine Bahnen ziehen.
Dort, wo der Mann im Monde steht.
Expressionistisches Gedicht
Gewalt und Geschrei die Straße beherrscht,
jeder in der Masse eingepfercht.
Rote Spitzen,
Qualm
und Schwitzen.
Jetzt bin ich wieder hier,
und seh' vor mit den schwarzen Stier.
Ein Zischen,
Kanone
Schuss.
Aufgewacht
Blinde Sehnsucht
von Thomas Mattern
Jedes Mal wieder ein Schlag ins Gesicht...
Jedes Mal wieder das Messer im Rücken...
Gefangen in Dunkelheit gänzlich ohne Licht,
Die Seele zersplittert, das Herz voller Lücken
Die Wunde klafft, die der Ohnmacht entstammt.
Die Sehnsucht sitzt tief im Herzen, nicht im Verstand.
Was birgt die Erkenntnis, außer noch mehr Leid?
Das Fegefeuer ruft nach mir, denn meine Sünde ist Neid.
Auch wenn dies Feuer mir gewiss erscheint,
So ist es mir gleich und zeige keine Reue.
Denn Hoffnung ist es, die in mir keimt
Da selig ist, wer liebt mit Treue.
Ewige Bande
von Thomas Mattern
Seit dem ersten Tag, an dem ich dich sah,
Spürte ich einen Zusammenhalt, doch war mir nicht klar,
Dass man dies wahre Freundschaft nennt,
Die alles überdauert, Sturm, Streit, oder Neid,
Wie man sie nur aus Filmen kennt.
Wenn ich falle, bist du es, der mich fängt,
Der mich geblendet von Gefühlen führt und lenkt,
Der mir Halt gibt, wenn sich alles dreht,
Und bei jeglicher Gefahr hinter mir steht.
Und wenn wir alt sind, gebrechlich und schwach,
Wenn wir zu nichts mehr zu gebrauchen sind, dann lach
Über meine Witze und ich über deine.
Dies ist die Zukunft, verpackt in Reime.
Wenn ich dies sehe, wird mir bewusst,
Dass nicht mal nach dem Tod mit dieser Freundschaft ist Schluss.
Und ich gelobe feierlich, so wahr ich hier stehe,
Lege meine Hand ins Feuer und durch die Hölle ich gehe,
Nur für dich.
Herren der Winde
von Thomas Mattern
Schweren Schrittes wandere ich durch dieses Land.
Des Mondes Schein als Gefährte so rein
Erleuchtet meinen Weg mir wohlbekannt.
Der Blick schweift über die finstren Fassaden,
Die in den Himmel schneiden und über Alles ragen.
Die dies blaue Meer teilen, in dem Vögel schwimmen.
Meine Wünsche auf den Flügeln sehe ich zerrinnen.
Mein Weg führt mich weiter zu dem alten Quell
Meiner Hoffnung, Phantasie und Liebe,
Meinem Baum des Lebens - und schnell -
stirbt er gänzlich, ohne neue Triebe.
Ich erwache aus dem schweren Schlummer,
Der mir nur vor Augen führt
Den neu entfachten tiefen Kummer,
Der die Sehnsucht weiter schürt.
Denn niemals, niemals werd ich den Vögeln gleich,
Die dem unendlichen Blau entgegen fliegen,
Auf den Winden gleitend, ruhig und weich,
Der Erkenntnis meiner Selbst erliegen.
Sarah
von Thomas Mattern
Ich kenne dich erst seit ein paar Monden,
Doch ein gefühltes Leben,
Gefühle erlebt, die sich mehr als lohnen,
Ein unglaubliches Geschenk, ein wahrer Segen.
Du bist mehr als ein Freund in schlechten Zeiten.
Mehr als ein Kapitel in meinem Leben mit tausenden Seiten.
Mehr als die Ketten, die meine schlechten Züge versiegeln.
Mehr ein Wesen, in dessen meine Guten sich spiegeln.
Dein Sarkasmus, deine Ironie in allen Lagen,
Dein Lachen, deine Sorgen, die Art deiner Fragen,
Du zeigst Emotionen in allen Farben,
Und siehst, welche Ich in mir trage.
Durch dich erkenne ich mich ganz klar,
Wer ich war, wer ich sein werde und wer ich bin.
Doch Nichts macht mir Angst von den Dingen, die ich sah,
Denn du zeigtest mir des Lebens Sinn.