Nachttraum

von Jasmin Lissitsin

 

Jede Nacht, die ich nicht von Dir träume ist eine verschenkte Nacht

Denn ihr fehlt der atemberaubende Zauber, die übliche Pracht.

Für was ist es ein Zeichen ohne dein Kosen und Lieben zu erwachen?

Ich würde die ganze Nacht nichts lieber machen.

 

Geleitet von Lust und geprägt von Scham

Wünsche ich mir einen neuen Traum

Und flüchte wieder ins mystische Land,

Treffe Dich dort und halte Deine Hand.

 

Mein Herz und meine Seele atmen tief ein und aus,

Fühle mich geborgen, ganz wie zu Haus.

So wollen wir, bis der Hahn erwacht

Gemeinsam durchforsten die goldene Nacht

 

Der helle Mond scheint warm nieder auf dein Haupt,

Ein Anblick, der mir all meine Sinne raubt

So verweilen wir in ewiger Wonne,

Verzichten auf den Tag und die grelle Sonne.

Mit der Hoffnung, dass die Nacht ewig hält

Flüchten wir aus dem Alltag in unsre eigene Welt.

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Der Musikant und die Feige

von Jasmin Lissitsin

 

Ich stand im Traum im Frühling

Unter einem großen Eichenbaum

Und traute meinen eignen Augen kaum

Als schritt vorbei mit einer Geige,

In der andren Hand `ne Feige

Ein kleiner Musikant.

Ich hat` ihn nicht erkannt,

Doch er schwor

Mich zu kennen aus alter Zeit.

So streckte ich meinen Arm empor

Und er grüßte mich als holde Maid.

 

Flott ging er weiter ohne ein weitres Wort,

Zwischen Rosen und Lilien fort und fort.

Wo ging er hin in Richtung Strom und Feld?

Er hatte doch nichts bei sich

Weder Hab und Gut noch Geld

 

Da wurd ich auf einmal zum Vogel mit großen Flügeln und spitzem Schnabel

Und flog ihm hinterher

Es war so unglaubwürdig wie in einer Fabel

Ich flog durch Wald, über Wiesen und Berge, bis weit hinaus ans Meer

Der Musikant der war nie traurig, spielte fröhlich vor sich hin,

Auch wenn er hat’ nicht viel zu essen, war mager und ganz dünn

Die Natur, die reichte völlig aus

Er brauchte keine feste Umgebung und kein Haus

Erfreute sich an jedem Käfer, jedem Heimchen, Blatt und Wurm

Und fürchtete weder Regen, Donner noch wilden Sturm

Die Finsternis war wie für ihn gemacht

Wenn sich der große dunkle Himmel, beleuchtet von glitzernden Sternen über ihm strafft

Sah man förmlich seinen Geist aus seinem Körper fahren,

Und sich wohlig ausbreiten über ihm

Dann ließ er sich von ihm umgarnen

Währen der warme Mondschein ihn beschien

 

So wanderte er weiter über Stock und Stein

Von Dorf zu Dorf und Stadt zu Stadt

Und war niemals allein

Er wurde oft versorgt und satt

Als Zeichen der Dankbarkeit für die schrille Musik

Die er spielte auf seiner Geige gern

Unterhaltung war den meisten lieb

Und Jubel, Trubel und Bewunderung blieben nicht fern

 

Doch fragten sich auch manche Leute, was er hat von seinem Leben

Zwar stets von Heiterkeit umgeben

Doch ohne Familie und festen Besitz

Es gab schlechte Urteile und viele beäugten ihn spitz

Doch ich folgte immer weiter seiner Fährte und brauste von Baum zu Baum

Ich war geprägt von tiefer Bewunderung und verstand es kaum

Wie man so wagemutig sein kann,

Als solch kleiner Mann

Der alles hinterlassen hat um die Welt für sich zu entdecken

Und mit eignen Augen zu sehn

Der am Ende wird über all seine Erlebnisse frohlocken

Und doch wird weiter und weiter gehen

Ich glaub, ich weiß ich träume, doch still für mich hab ich ausgemacht,

Dass ich nie will mehr erwachen und weiter walten durch solch eine Pracht.

 

Eines Morgens erwachte der Musikant unter einem grünen Gestrüpp;

Ich saß direkt über ihm auf einem Ast.

Zum ersten Mal überhaupt vernahm er mich und sah aus gar nicht entzückt

Und starrte mich an, fast schon verhasst

Ich war ganz erstaunt, mehr noch verschreckt

Wusste mir nicht zu helfen und flog geschwind weg

Doch eh ich mich versah, ich kam nicht weit

Traf mich am Kopf ein heftiger Schlag

Ich fand mich wieder in meinem Bett, neben mir eine Feig’

Es breitete sich aus ein Schmerz, der sich nur einerseits zu erklären vermag

Ich war verwirrt, ja traute meinen Sinnen kaum

Und kam mir schon wieder vor wie in einem unerklärbaren Traum.

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Kinderleicht

von Leonie Tönges

 

Wo sind die Farben geblieben?

Die wundervollen, bunten Farben die wir als Kinder so liebten?

Wohin sind die Träume verschwunden?

„Ich werde Astronaut!“ „Ich werde Tänzerin!“ „Und die allerschönste Braut!“

Heute.

Abends, nur noch Gedankenlos ins Bett, vom Tage geschunden.

Der Stress, der Alltag, der Augenblicke Monotonie

Die sich ständig wiederholenden Abläufe ohne einen Hauch von Fantasie.

Früher wurden aus Decken und Kissen die fantastischsten Geschichte gebaut.

Heute wird uns schon durch eines Kindes Lachen die Zeit geklaut.

Ich frage mich,

wo ist das Gefühl geblieben?

Das Gefühl der atemberaubenden Freiheit.

Das Gefühl alles erreichen zu können ohne bedacht zu sein auf eines jedes Menschen

Gleichheit.

Ich weiß noch, damals,

Als eine einzige Seifenblase so riesig erschien wie ein komplettes Universum

Und heute, geht jeder einzelne Tag wie im Flug rum.

Ich vermisse die alten Zeiten

Als wir uns hinnahmen wie wir waren.

Als wir die wunderlichsten Abenteuer erlebten, zusammen in riesengroßen Scharen.

Als wir zusammen auf Regenbögen tanzten und die gefährlichsten Monster zu Fall

brachten.

Als wir den Mond stahlen und stundenlang zusammen lachten.

Ich vermisse die alten Zeiten.

Heute.

Druck  von allen Seiten.

Die Zukunft verschwimmt.

Wenn man nicht immer voll dabei ist und nicht immer alles ernst nimmt.

Ich frage mich, wie soll das weiter gehen?

Werden wir niemals wieder mit den Augen der Kinder sehen?

Werden wir niemals wieder Fantasiewelten errichten?

Und niemals wieder aus der Gegenwart flüchten?

Der Gedanke daran zerreißt mich, innerlich

Und ich kann nicht mehr tun als hoffen, dass man sich von den Idealen trennt.

Und nicht von den kleinsten großen Problemen davon rennt.

Dass man erkennt was eine einzelne Persönlichkeit bedeutet.

Und nicht Abweichung der Norm verleugnet.

Mit der Kinder Auge sehen, das Leben ganz und gar anders verstehen.

Das wünsche ich mir für den Rest der Welt,

dass man endlich zusammenhält.

Sich nicht gegenseitig bekriegt- kinderleicht- die Fehler eines Jeden liebt.

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Ein Kampf entbrannt am Himmelsrund

von Florian Herrmann

Ein Kampf entbrannt am Himmelsrund,

der Tag floh vor der Nacht

die heimlich in der Abendstund,

dem Land die Dunkelheit gebracht.

Die letzten Strahlen rieselten

Herab auf Berg und Tal,

sie wanden sich und nieselten,

die Welt wurd kühl und kahl.

Die Kreaturen, Geister, Seelen,

die eben noch sich mussten quälen

im Hektizismus-Alltagswahn,

besangen nun die ew‘ge Bahn

aus der Gevater Mond entstieg, und rüstete zum Sonnenkrieg.

Mit jeder Sprosse, die er sprang

Das Zauberlied lauter erklang,

und jeder Strahl der weißen Scheibe,

verdrang das alte Sonnenweibe.

Der Mond erringt am Ende

den Sieg der Strahlenschlacht,

und leise liegt im Ländle

die Zaubermondesnacht.

Ein kleines Kerzchen zünd‘ ich an

und lass mich ziehn in dessen Bann,

dem Mond schwör ich die ew‘ge Treu,

denn morgen kämpfen Sie aufs Neu!

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Der Fluch

von Florian Herrmann

 

Ein Fluch bedrückt mein elend Herz,

doch scheint’s zu sein kein böser,

denn immer wenn es schlägt mit Terz,

fühl ich mich zwar nervöser

doch träum vom Leben und wie es wäre,

mit dem Wesen, dass man so begehre,

zu teilen es und solch Gedanken,

heilten schon manchen Liebeskranken.

 

Die Leute die den Fluch ertragen,

hört ich schon öfters zu mir sagen,

ihre Gedanken spielten ihnen

oft streiche und dass diese dienen,

der Wahrnehmung für schöne Künste;

was Lyrik , Musik und Malerei

vom bedeutungslosen Einerlei,

für Verliebte so besonders macht;

denn das Wesen, welches uns betört,

wird nun in jedem Lied gehört,

in jedem Bild gesehn,

und scheint in jedem Reim zu stehn.

 

So kann man als verliebter Narr,

nur bitten, dass der Traum wird wahr,

dass man dem Fluche nicht ersterbe,

und selbst zum Fluch des Wesens werde.

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An die Musik

von Svenja Haberland

 

Musik, wenn auch nur Sekunden,

Schenkt oftmals Emotion für Stunden.

Selbst in Momenten tiefster Trübe

Schenkt Musik dem Herzen Freudesschübe.

Sie hilft beim Feiern und auch beim Trauern

Und schwere Zeiten zu überdauern.

 

Die Musik, die aus dem Herzen spricht,

Sie spendet vielen Seelen Licht,

Die oftmals keine Zukunft sehen

Und viele Dinge allein nicht überstehen.

Sie bringt das Unsichtbare zum Scheinen,

Regt an zum Lachen und zum Weinen.

 

Die Musik heilt viele Wunden

Und jegliche Zweifel sind verschwunden,

Wenn Musik  den Geist besingt.

Sie hilft der Seele frei zu sprechen

Und aus den Ketten auszubrechen,

Die den Geist gefangen halten.

 

Musik, wenn auch nur Sekunden,

Schenkt der trüben Seele Farben für Stunden.

Transportiert Gefühl und Leid und Glück

Und bringt des Lebens Freud´ zurück.

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Ein Mädchen

von Anna-Lisa Hopfgartner

 

Ein Mädchen, im Burggarten sie steht.

Prinzessin, so wird sie genannt,

ein jeder ihre Schönheit sieht,

ein jeder ihr nachgerannt.

 

Liebe, das lässt sie nicht zu.

Der Schutz sei ihr oberstes Gebot.

Gedanken lassen ihr keine Ruh',

doch ihre Gefühle schweigt sie tot.

 

Die Prinzessin, sie weiß von ihrer Schönheit,

doch ist sie selbst so zart,

sie ist weder hinaus auf Neid,

noch ist es ihre Art.

 

Ein treuer Begleiter auf ihrem Weg,

das wünscht sie sich schon lang,

doch der Anstand zieht sich träg

in ihrer Welt entlang.

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Gedicht von Annika Gallisch

 

Gefangen und angekettet

Von den geordneten Regelmäßigkeiten eines vorbestimmten Lebens,

Verurteilt von einer verstummten Gesellschaft

Die das grenzenlose Träumen verlernt hat.

 

Durch die Gitterstäbe der Gefangenschaft

Blicke ich hinaus auf die Mauern meines Schicksals.

Hinter diesen verbirgt sich die unendliche Weite,

Die naturschöne Idylle,

Die mir auf ewig verwehrt bleibt.

 

Doch durch die Macht der Fantasie und des Denkens

Wird meine Sehnsucht nach dir gestillt.

Und niemand ist des Handelns würdig

Mir diese Macht zu nehmen.

 

So treibe ich in unbestimmten Welten auf der Suche nach dir,

Der all umfassenden Freiheit

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Gedicht von Nadine Hahn

 

Dieses Gefühl

 

Ich schließe meine Augen,

es ist wie in meinen Träumen.

Dieses Gefühl erscheint in mir nun wieder,

es stimmt mich glücklich wie tausend schöne Lieder.

Dieses Gefühl bringt mich zum lachen,

es lässt mich wundervolle neue Taten machen.

Es erweckt das Glück in meinem Herzen,

vergessen sind nun all die herzzerreißenden Schmerzen.

 

Dieses Gefühl gibt mir Kraft,

dank ihm habe ich alle Schwierigkeiten geschafft.

Es lässt mich die Welt sehen, wie ein hoffnungsvolles Kind,

mit Träumen, die nun Wirklichkeit sind.

 

Es ist das Gefühl der Liebe, welches in mir lebt,

es ist das Wunder der Liebe, welches um uns beide schwebt.

Nur wegen dir ergriff es mich,

und so bin ich mir nun sicher: Ich liebe dich!

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Gedicht von Karoline Wiegand

 

Ja gar schöner Mondscheinnacht,

meine Seele, sie ist zum Träumen erwacht,

breitet ihre Flügel aus,

fliegt weit fort,

will hoch hinaus.

Und will die Zeit verrinnen,

so lässt sie jegliche Grenzen verschwimmen.

Meine Seele, sie ward wachgeküsst,

findet all das, was sie so sehr hat vermisst.

Dabei ist sie immer nur auf eines bedacht,

die Sehnsucht als der Seele allergrößte Macht.

 

Schiff aus Papier

 

Der goldene Staub in den Augen der Welt,

die Tränen so klar, der Gedanke so rein,

als nie getrübt könnt er sein.

Das Funkeln so stark, die Nebel so dicht,

die Liebe aller Welt, bewacht sie dich?

 

Die Nacht, so dunkel kann sie sein,

tausend Lichter fallen ein, berühren jeder Lippen zart,  

doch deine, auf eine andere Art?

 

Geliebte Nacht, die Chance ist groß,

stiehl die Herzen, Herz aus Glas, zerbrich es nicht,

die Liebe aller Welt, bewacht sie dich?

 

Untergegangen, das Schiff aus Papier,

nur auf dem Weg zu dir?

Wie Zeilen auf Sand, bis es verschwand,

rot ward das Meer, nur das Blut von dir?

 

Vergossen ist  meins,

nur das Blut von dir, gabst du es mir?

Der Wind der Zeit war bald bereit,

der Sand - verschwand?

Herz aus Glas, ist voll von Sand,

vielleicht auch der Verstand?

 

Tausend Schiffe werden es noch sein,

bis das Meer ist wieder rein,

die Liebe aller Welt, bewacht sie dich?

Eine Antwort bekommst du nicht!

 

(Lena)

 

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Ein Gedicht von Louise

 

Ich will einen Streifen Papier

So groß wie ich

Ein Meter siebzig

Darauf ein Gedicht

Das schreit,

schreit, was ich bin.

 

Ob Herzschmerz oder Wut

Ob Freude oder Überwältigung.

Die Buchstaben sollen fliegen,

fliegen in die Herzen der Menschen,

sollen Leute beglücken.

Ob rot, schwarz oder durchsichtig,

auch die Schrift zwischen den Zeilen soll erkannt werden.

 

Leute sollen lachen, schreien oder weinen

Hauptsache, es wird in die Welt getragen.

 

Schreit, schreibt, was euch bewegt!

Teilt euch mit!

Egal wie,

Hauptsache ihr tut es.

 

Wird der Streifen zerstört,

lebt es in euch weiter

weiter, bis zum Ende eurer Tage.

 

Schreit, schreibt, was euch bewegt!

Teilt euch mit!

Egal wie,

Hauptsache, ihr tut es.

 

Erst dann können euren Herzen Flügel wachsen.

Ihr erlebt Höhen, die man sonst nicht erreichen kann.

Ihr erlebt Tiefen, zu denen euch niemand führen kann.

 

Ein Streifen Papier kann der Flügel des Herzens sein.

 

(Louise)

 

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Liebe

 

Süß, bitter und zart kann das Schicksal sein.

Doch die Ahnung versteckt sich im Innern.

Wagnis ist der Weg, den mein Schicksal mir bereithält!

 

Mut zeigt das Süße und Bittere;

Mut stillt meinen Geist.

 

Bereit meine tugendhafte Grenze zu überscheiten.

Was steckt dahinter?

 

Mit offenem Wesen der Hingabe laufe ich in deine Arme

Und spüre die Zweisamkeit, die Wärme,

Das Gefühl der Innigkeit.

 

Ich liebe dich

 

(Viktoria)

 

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zwei Gedichte von Svenja

 

 

romantisches Gedicht:

 

Jetzt sitz' ich hier am Fenster,

schau nach draußen und es ist so finster.

Der Mond in hellem Schein,

ich würde gerne droben sein.

 

Eingebettet in ein Sternenbeet.

 

Leuchtend hell verdrängt er die Dunkelheit,

und bringt mich in Verlegenheit,

Oben könnte man dem Leid entfliehen,

und dort seine Bahnen ziehen.

 

Dort, wo der Mann im Monde steht.

 

 

 

Expressionistisches Gedicht

 

Gewalt und Geschrei die Straße beherrscht,

jeder in der Masse eingepfercht.

Rote Spitzen,

Qualm

und Schwitzen.

Jetzt bin ich wieder hier,

und seh' vor mit den schwarzen Stier.

Ein Zischen,

Kanone

Schuss.

Aufgewacht

 

 

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Blinde Sehnsucht

von Thomas Mattern

 

Jedes Mal wieder ein Schlag ins Gesicht...

Jedes Mal wieder das Messer im Rücken...

Gefangen in Dunkelheit gänzlich ohne Licht,

Die Seele zersplittert, das Herz voller Lücken

 

Die Wunde klafft, die der Ohnmacht entstammt.

Die Sehnsucht sitzt tief im Herzen, nicht im Verstand.

Was birgt die Erkenntnis, außer noch mehr Leid?

Das Fegefeuer ruft nach mir, denn meine Sünde ist Neid.

 

Auch wenn dies Feuer mir gewiss erscheint,

So ist es mir gleich und zeige keine Reue.

Denn Hoffnung ist es, die in mir keimt

Da selig ist, wer liebt mit Treue.

 

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Ewige Bande

von Thomas Mattern

 

Seit dem ersten Tag, an dem ich dich sah,

Spürte ich einen Zusammenhalt, doch war mir nicht klar,

Dass man dies wahre Freundschaft nennt,

Die alles überdauert, Sturm, Streit, oder Neid,

Wie man sie nur aus Filmen kennt.

 

Wenn ich falle, bist du es, der mich fängt,

Der mich geblendet von Gefühlen führt und lenkt,

Der mir Halt gibt, wenn sich alles dreht,

Und bei jeglicher Gefahr hinter mir steht.

 

Und wenn wir alt sind, gebrechlich und schwach,

Wenn wir zu nichts mehr zu gebrauchen sind, dann lach

Über meine Witze und ich über deine.

Dies ist die Zukunft, verpackt in Reime.

 

Wenn ich dies sehe, wird mir bewusst,

Dass nicht mal nach dem Tod mit dieser Freundschaft ist Schluss.

Und ich gelobe feierlich, so wahr ich hier stehe,

Lege meine Hand ins Feuer und durch die Hölle ich gehe,

Nur für dich.

 

 

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Herren der Winde

von Thomas Mattern

 

Schweren Schrittes wandere ich durch dieses Land.

Des Mondes Schein als Gefährte so rein

Erleuchtet meinen Weg mir wohlbekannt.

 

Der Blick schweift über die finstren Fassaden,

Die in den Himmel schneiden und über Alles ragen.

Die dies blaue Meer teilen, in dem Vögel schwimmen.

Meine Wünsche auf den Flügeln sehe ich zerrinnen.

 

Mein Weg führt mich weiter zu dem alten Quell

Meiner Hoffnung, Phantasie und Liebe,

Meinem Baum des Lebens - und schnell -

stirbt er gänzlich, ohne neue Triebe.

 

Ich erwache aus dem schweren Schlummer,

Der mir nur vor Augen führt

Den neu entfachten tiefen Kummer,

Der die Sehnsucht weiter schürt.

 

Denn niemals, niemals werd ich den Vögeln gleich,

Die dem unendlichen Blau entgegen fliegen,

Auf den Winden gleitend, ruhig und weich,

Der Erkenntnis meiner Selbst erliegen.

 

 

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Sarah

von Thomas Mattern

 

Ich kenne dich erst seit ein paar Monden,

Doch ein gefühltes Leben,

Gefühle erlebt, die sich mehr als lohnen,

Ein unglaubliches Geschenk, ein wahrer Segen.

 

Du bist mehr als ein Freund in schlechten Zeiten.

Mehr als ein Kapitel in meinem Leben mit tausenden Seiten.

Mehr als die Ketten, die meine schlechten Züge versiegeln.

Mehr ein Wesen, in dessen meine Guten sich spiegeln.

 

Dein Sarkasmus, deine Ironie in allen Lagen,

Dein Lachen, deine Sorgen, die Art deiner Fragen,

Du zeigst Emotionen in allen Farben,

Und siehst, welche Ich in mir trage.

 

Durch dich erkenne ich mich ganz klar,

Wer ich war, wer ich sein werde und wer ich bin.

Doch Nichts macht mir Angst von den Dingen, die ich sah,

Denn du zeigtest mir des Lebens Sinn.

 

 

 

 

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