Aufführung über das Thema „Zeit“    Schauspieler    Brecht in der Burg    Theater im Burggarten 2007

Er liegt im Sand. Seine Hände nehmen den Sand auf und lassen ihn durch seine Fingerspitzen gleiten. Er setzt sich kurz in die Hocke, verharrt einige Sekunden und legt sich wieder in den Sand. Endlos zeitlos. Während seine Haare im Sand versinken fragt er nach Zeit: wo sie anfängt und endet. So beginnt der Monolog aus Leonce I von Georg Büchner, gespielt vom Schüler Joshua Henkel. Seine Bühne ist umgeben von Zuschauern.

 

Joshuas Monolog ist Teil einer Aufführung über das Thema „Zeit“ am Burggymnasium in Friedberg. Frank Müller leitet die Gruppe Darstellendes Spiel in der Jahrgangstufe 13, unterstützt wird er von seinem Kollegen Ralf Voß und dessen Gruppe aus der Jahrgangstufe 12. Heute Nachmittag spielen sie mit der Zeit.

 

 In einer Collage aus Kurzdialogen und kleinen Fragmenten stellen die Schüler fragen nach Anfang und Ende, nach Ewigkeit und Augenblick oder Vergehen und Entstehen. Ihre Texte stammen von Autoren wie Georg Büchner, Frances Goodrich, Max Frisch, Johannes Kühn, Hans Magnus Enzensberger und teilweise haben die Schüler Texte selbst verfasst.

 

In der nächste Szene sieht der Zuschauer ein Büro mit Drei Damen an ihren Schreibtischen. Sie haben keine Zeit eine Kundin telefonisch zu beraten und leiten sie daher immer weiter. Die Zeit vergeht bis die Chefin kommt und sich beschwert. Sie will das der Stapel mit unerledigten Arbeiten noch zeitig erledigt wird. Die Kundin kommt nun persönlich und beschwert sich auch. Ihr werde keine Zeit geschenkt.

Der Zuschauer sieht Alltagssituationen, in denen sich zeigt, wie mit Zeit umgegangen wird – manchmal sträflich.

 

Schulleiter Dr. Lothar Korger schaut am Ende auf die Uhr, und wunderte sich wie schnell die Zeit verging.

 

 

Presse AG des Burggymnasiums Friedberg

 

Yuliya Dubianok – Karsten Schmehl – Nathalie S.