Biologiekongress    Biologie-Olympiade

Biologielehrerin Dr. Dagmar Zender (Mitte) und das Team des Burggymnasiums zur Biologie-Olympiade: Kira Necker und Susanne Merkel (rechts).

"Keine halben Sachen!" Mit diesem Anspruch beteiligten sich zwei Schülerinnen des Friedberger Burggymnasiums an der Auswahl der deutschen Mannschaft für die Endrunde der internationalen Biologie-Olympiade im nächsten Jahr in Indien. Jetzt liegen die Ergebnisse vor: Von 1235 Teilnehmern aus Hessen konnten sich 36 Schüler für die zweite Runde qualifizierten und die "Burgschülerin" Susanne Merkel aus Butzbach ist als einzige Teilnehmerin aus dem Wetteraukreis dabei.

Dass Schulstoff auch spannend sein kann, bewiesen die Aufgaben, die die Bio-Olympioniken vor den Sommerferien zu lösen hatten. Unter den Überschriften "Junges Gemüse", "Wenn die Luft wegbleibt", "Geht Dir ein Licht auf?" und "Keine halben Sachen" mussten die Teilnehmer vier knifflige Probleme lösen, die "deutlich über den Schulstoff hinausgehen", wie die Wettbewerbsbedingungen vorsichtig formulierten. Relativ einfach war es noch, die Keimfähigkeit und Massezunahme von Tellerlinsen zu untersuchen und daraus ein detailliertes Versuchsprotokoll zu erstellen. Schwieriger war es schon, die Symptome und Risiken von allergischem Asthma bei Kindern und Jugendlichen zu analysieren. Weiterhin sollten die Schüler die Verarbeitung von Lichtreizen bei verschiedenen Lebewesen bewerten und Versuche zur eigenen Wahrnehmung machen. Dass die Zellen während der Zellteilung "keine halben Sachen" machen, konnten sich die Schüler schließlich bei der Analyse von Versuchsergebnissen zum Vorbild nehmen. Bei Susanne Merkel klappte es, so dass die Biologie-Leistungskursschülerin nun in der zweiten Runde steht. So nimmt sie an diesem Freitag an einer Klausur teil, mit der die 45 besten deutschen Biologie-Schüler ermittelt werden. Von diesen fahren schließlich vier nach Indien und vertreten Deutschland in der Endrunde.

"Nach Indien wollten alle, aber als sie merkten, dass dies mit Arbeit verbunden war, musste  ich einige Überredungskunst aufbringen, damit immerhin zwei Schülerinnen die Aufgaben der ersten Runde lösten", gab Dr. Dagmar Zender zu. Umso mehr freute sich die Biologielehrerin nun, die Teilnehmerurkunden überreichen zu können und ihrer erfolgreichen Schülerin viel Können und Glück auf dem Weg nach Indien zu wünschen.