Bericht in der Wetterauer Zeitung vom 29. 6. 2007  (zur Kopie)

Die Abi- Amigos sagen dem Burggymnasium Danke


Anzeige in der Wetterauer Zeitung vom 22. 6. 2007

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Abiball 2007

Bericht in der Wetterauer Zeitung vom 29. 6. 2007  (zur Kopie)

Die Abi- Amigos sagen dem Burggymnasium Danke

156 Abiturienten am Burggymnasium

Beim diesjährigen Abiball am 23. Juni 07 ´der Burgschüler verlief vieles anders. Kein Abi-Ball der gewöhnlichen Art, sondern ein krönender Abschluss mit außergewöhnlichen Schülern und außergewöhnlichen Geschenken.


Die Moderatoren

Die Moderatoren

Der Abitursball der Burgschüler stand unter einem guten Licht. Nur wenige Stunden bevor die Bühne im Florstädter Bürgerhaus ihnen gehören sollte, wurde anderswo tief durchgeamtet und der spätere Satz des Abends schon mal vorformuliert. „Wir haben es geschafft“ heißt er und er kam erst mal unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Lippen. Nachdem sie in der Nacht vor dem Abitursball der Burgschüler in Brüssel die 27 EU-Staats- und Regierungschefs auf eine gemeinsame Linie einschwören konnte.

Es ist nicht übermittelt, ob die Schulsprecherin Andra Onetiu in den frühen Morgenstunden des 23. Juni ihr Fernsehgerät laufen ließ, aber am selben Abend verkündete sie stellvertretend für alle Schüler auch die Botschaft: „Wir haben es geschafft.“  Damit meinte sie zwar das Abitur und die Zeugnisse, die 156 Schüler bald darauf nach und nach von ihren Lehren überreicht bekamen, aber beide – die Schülerin Andra  und die Bundeskanzlerin sprachen in ihren Reden von einem großen Erfolg. ´Und der darf beiden ohne Zweifel bescheinigt werden.

„Wie lange haben wir auf diesen Tag gewartet?“, fragte die Schulsprecherin ihre Mitschüler, die Lehrer und Eltern in dem rappelvollen Bürgerhaus in Florstadt. „Wie sehr haben wir  uns auf diesen Augenblick gefreut“, sagte sie lächelnd bei jedem ihrer Worte von der Bühne. Das Scheinwerferlicht gehörte an diesem Abend ihr und ihren Mitschülern. Die an diesem Abend nicht nur sich feierten, sondern vor allem auch ihre Lehrer und ihre Schule. Schulleiter Dr. Lothar Korger verschlug es fast die Sprache (was normalerweise nicht vorkommt) als Schüler auf der Bühne ihm einen Scheck überreichten über 5.000 Euro. Es sei ihr Dankeschön an ihre Schule, meinten die Abiturenten und strahlten wie mehrere Honigkuchen gleichzeitig.


Die Abiturienten überreichen einen Scheck an Schulleiter Dr. Korger

Die Abiturienten überreichen einen Scheck an Schulleiter Dr. Korger

Kurz zuvor zog Schulleiter Dr. Lother Korger in seiner Rede eine sehr positive Bilanz. Von den 156 Abiturenten (nur 11 Kandidaten seien im mündlichen Abitur noch gescheitert), stünden  bei 15 eine 1 vor dem Komma. Das wäre das eine, nun seien seine Schüler mündig, gefragt und gefordert. Bisher hätten für sie Eltern, die Lehrer und der Staat die Verantwortung übernommen, nun seien sie am Zug, Verantwortung zu übernehmen. „Selbst zupacken“, rief den Abiturenten zu, sei nun die Devise. Die Schule hätte die Weichen gestellt, Jugendliche auf dem Weg zur individuellen Identitätsfindung zu begleiten,  nicht aber sie zu führen oder gar zu missionieren.“ Mit diesem Rüstzeug forderte er seine Schüler auf, nun ihr Bewusstsein zu nutzen, ihren Verstand, um in freier Selbstbestimmung ihr Leben zu führen.

Eine ungewöhnliche Rede, die schon ungewöhnlich begann. Schulleiter Korger dankte am Anfang nicht nur seinen Kollegium und allen Mitarbeitern, sondern auch vor allem seinem Kollegen und Studienleiter Karl Buxmann, der nach 35 Jahren Dienstzeit in die Alterszeit wechselt. Seine Stelle wird übrigens nach dem Willen der Landesregierung nicht neu besetzt. Die jetzige hessische Regierung spielte bei den Schülern in Friedberg eine besondere Rolle. Erstmals schrieben die Abiturenten ein einheitliches Abitur. Das heißt: An jeder hessischen Schule zerbrachen sich die ganz unterschiedliche Schüler über dieselben Aufgaben den Kopf,  das sogenannte Zentralabitur feierte in diesem Jahr sein Debüt.

Und dabei glänzten an der Burg fünf Schüler besonders. Ihre Durchschnittsnoten enden maximal bei 1, 5. Das sind:  Ralf Dachauer, Jacob Guenera, Martina Lutz, Benjamin Gänger und Freyja Grupp.


Die Jahrgangsbesten

Die Jahrgangsbesten

Es wurde viel geehrt an diesem Abend. Bernd Ulrich, Chef des „Vereins der ehemaligen Burgschüler“ überreichte einen Scheck an die Schule. Und namhafte Institute und Stiftungen zeichneten Burgschüler aus. So die Robert Bosch-Stiftung für besondere Leistungen im Unterrichtsfach Französisch, der Verband der Deutschen Biologen, die Gesellschaft deutscher Chemiker und ,die Deutsche Physikalische Gesellschaft. Und zum ersten Mal prämierte der Friedberger Geschichtsverein eine Schülerin für besondere Leistungen – natürlich im Fach Geschichte.

Doch neben den all den Ehrungen übertrafen sich die Schüler selbst. Ihr Motto: „Adios Amigos“ zierte nicht nur in steiler Schrift das 300 Seiten starke Abi-Buch, ihr Motto prangte auch auf ihren schwarze T-Shirts. Wobei einige Schüler die auch mal auszogen, aber nur auf der Bühne.  Die Jungen des Sportkurses entkleideten sich bis auf rot-schwarz-grün-gelbe Röckchen, bevor sie ihre Tanzpartnerinnen in violetten Kostümen durch die Lüfte wirbelten und fliegen ließen.


Tanz der Tutorengruppe Buxmann1

Tanz der Tutorengruppe Buxmann

Tanz der Tutorengruppe Buxmann2

Andere flogen mit den Zuschauern nach Australien und tauchten sie ein in die Klänge der überall bekannten Didgeridoos, Borgas, Click-Sticks und Cangas.  Dazwischen mischten sich ein paar afrikanische Trommeln ein. Die Schülerinnen Noreen, Vanessa und Tanja zelebrierten einen eigenen Song in deutscher Sprache (den Dieter Bohlen noch nicht  kennt) und in den Tanzpausen spielte die Big Band auf.


Die Abiturienten bedanken sich bei Herrn und Frau Eckhardt sowie bei der Schulsekretärin Frau Stein (Mitte) für ihre Unterstützung.

Die Abiturienten bedanken sich bei Herrn und Frau Eckhardt sowie bei der Schulsekretärin Frau Stein (Mitte) für ihre Unterstützung.

Bis weit nach Mitternacht feierten die Schüler, warfen ihre Sombreros in die Luft und manch einer murmelte als bereits die Nachtvögel schrieen: „Wir  haben es geschafft.“ Na denn. Machts gut, Ihr Amigos.