Comenius-Konferenz am Burggymnasium Friedberg vom 27. bis 31.März 2006
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In der vergangenen Woche hatte das Burggymnasium 20 Schüler und 10 Lehrer aus dem europäischen Ausland zu Gast in den Mauern der Burg. Anlass hierfür war das Abschlusstreffen der Comenius Konferenz vom 27. bis 31.März 2006.
Bereits im zweiten Jahr arbeitet das Burggymnasium an dem europäischen Comeniusprojekt, einem Unterprogramm des Sokratesprogrammes der Europäischen Union, unter der koordinativen Leitung von Studienrat Norbert Klein. Gemeinsam mit Schulen aus Frankreich, Schottland, Schweden, Spanien und Italien kooperierten Schüler des Burggymnasiums im Rahmen des Oberthemas "städtisches und ländliches Europa" in den Projektsprachen Englisch und Französisch. Im dritten und letzten Jahr dieses Themenkomplexes arbeiteten die Schüler unter dem Aspekt der Zukunft für und in Europa. Alles, was innerhalb des letzten Jahres in den sechs europäischen Ländern erarbeitet wurde, kam am Burggymnasium in der vergangenen Woche zur Präsentation und Diskussion.
Die Gäste aus Latina/Italien, Bathgate/Schottland, Gislaved/Schweden, Albathete/Spanien und Bergerac/Frankreich waren nach ihrer Ankunft am Sonntag zum Großteil in Gastfamilien untergebracht und wurden während der Woche liebevoll betreut.
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Am Montag wurde die Abschlusskonferenz des dreijährigen Großprojektes mit einem Icebreak-Programm des Fachbereichs Sport unter der Leitung von Günter Eisinger eröffnet. Hierbei mussten zwei internationale Teams gebildet werden, die gemeinsam in Kopf- und Körperarbeit einen Parcours bearbeiteten. Ziel war eine gemeinsame Lösung der gestellten motorischen Aufgabe in Teamarbeit.
Gegen 11.30 Uhr begrüßte Schulleiter OStD Dr. Lothar Korger offiziell alle Teilnehmer im Konferenzraum der Schule und lud zu einem kleinen Mittagssnack ein, der- ebenso wie das Frühstück am Donnerstag- freundlicherweise von der Metzgerei Engel gesponsert wurde. Schulleiter Korger betonte in seiner Willkommensansprache den besonderen Wert des Comeniusprojektes und die Möglichkeit des Zusammenfindens verschiedener Nationen ohne reglementierende Grenzen.
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Am Nachmittag lud Bürgermeister Michael Keller die gesamte Comeniusgruppe zu einer Stadtführung ein. Für diese Unternehmung stellte Bürgermeister Keller einen Bus zur Verfügung und führte fachkundig und äußerst sympathisch in englischer Sprache durch Friedberg und seine Nachbarstadt Bad Nauheim.

Am Dienstag stand sowohl die erste Phase der Präsentationen der Projektergebnisse als auch die Erarbeitung einer Resolution für das Europaparlament in Brüssel in gemischten Länderteams auf dem Programm. Hier präsentierten unterschiedliche Kurse des Burggymnasiums ihre Projektarbeiten, so z.B. ein Spanischkurs von Studienrätin Sabine Weber, ein PoWi Kurs von Studiendirektor Michael Bayer, ein Deutschkurs von Oberstudienrätin Anja Schmidt-Größer, Französisch- und Englischkurse von Studienrätin Sabine Hatt und ein Kunstkurs von Studienrat Alexander Zipper. Dargeboten wurden u.a. zahlreiche lyrische, epische und dramatische Texte zum Themenbereich "Zukunftsszenen" in Spanisch, Englisch und Französisch. Das Mittagessen wurde- wie auch in den folgenden Tagen- im Kreishaus eingenommen. An diesem Tag wurde das Essen von dem Wetteraukreis bereitgestellt. Nachmittags stand ein Besuch des Goethehauses in Frankfurt mit Führung in französischer Sprache an. Im Anschluss nahmen die Gastschüler die Gelegenheit zum Einkaufen in Frankfurt wahr.
Auch am Mittwoch wurden Projektergebnisse präsentiert und in Gruppen an der Erstellung eines Projektbuches und der Resolution gearbeitet. Nachmittags wurde eine Jugendstilführung durch Bad Nauheim angeboten.

Abends fand ein "Europäischer Abend" in den Räumen des Burggymnasiums gemeinsam mit reger Beteiligung der Gasteltern statt. Die Band der Schule untermalte musikalisch. Dieser Abend war ein großer Erfolg, alle Anwesenden fühlten sich wohl und Kontakte wurden geknüpft.

Ein besonderes Angebot stand dann am Donnerstag auf dem Programm. Gastlehrer und Schüler sowie die Schüler, die einen ausländischen aufgenommen hatten, besuchten den Hessenpark. Highlight war ein Workshop zum Thema "Fachwerkbau". In gemischten Gruppen bauten die Schüler die "Alte Schmiede aus Weinbach" aus originalen Balken im Maßstab 1:2 unter fachkundiger Anleitung eines Zimmerermeisters in internationaler Teamarbeit richtig auf. Anschließend wurde das Gelände des Hessenparks erkundet und in der "Dorfgaststätte Adler" echt hessisch zu Mittag gegessen. Gegen 15.30 Uhr traf die Gruppe wieder in Friedberg ein, abgeschlossen wurde der Tag bei einem Abendessen im Friedberger Brauhaus.

Am letzten Tag der Comeniuswoche wurden die Ergebnisse derResolutionsgruppe unter Federführung von Schülern des PoWi Kurses von Michael Bayer in der Turnhalle der gesamten Jahrgangsstufe 12 und den beteiligten Kursen der Stufe 13 präsentiert. Unter gespannter Aufmerksamkeit stellten Schüler aus sechs Nationen die Ergebnisse ihrer fünftägigen Zusammenarbeit beeindruckend und mit viel Applaus belohnt vor. Vorstellungen der Schüler über ein neues Europa wurden formuliert. Ziel dieser Woche war es eine Resolution zur europäischen Zukunft, die über die Europaabgeordneten nach Brüssel an das Europaparlament geschickt werden soll, zu verabschieden. Inhaltliche Schwerpunkte waren Umweltpolitik, Forderungen an die Politiker, Bildungssystem, Gleichberechtigung und multikulturelle Gesellschaft. Beeindruckend und das Projekt zugleich bestätigend war das am Ende von einem Schüler im Namen aller gezogene Resumee: "Wir lernten, dass Europa in dieser Woche für uns zu einem Team geworden ist." Die Pflanzung eines "Comeniusbaumes" auf dem Schulhof des Burggymnasiums soll auch in Zukunft an diese gelungene Woche erinnern und den Europagedanken wachsen lassen. Abgeschlossen wurde die Konferenz durch ein gemütliches Abendessen in der "Krone" in Bad Nauheim unter Anwesenheit aller beteiligter Lehrer und der Schulleitung. Den Gastlehrern wurden im Namen der Schule Geschenke und gesponserte Speichermedien der COS memory AG mit gespeicherten Bildern der Woche überreicht. Auch im kommenden Jahr hofft der Projektleiter Norbert Klein wieder mit dem Burggymnasium an der Comeniusarbeit beteiligt sein zu können .



