Das Burggymnasium Friedberg wird Comeniusschule
![]() |
Mit dem Beginn des Schuljahres 2004/2005 wurde das Burggymnasium in Friedberg zur Comenius-Schule. 'Comenius' ist ein Unterprogramm des Sokrates-Programms der Europäischen Union und fördert interkulturelles Lernen und Fremdsprachenerwerb in Europa.
Zu einem vorbereitenden Besuch fuhren Projektleiter Norbert Klein und Fremdsprachenlehrerin Sabine Hatt im Januar diesen Jahres nach Bergerac in Frankreich. Aus diesem Treffen wuchs die Motivation, sich für das Comenius-Projekt zu bewerben. Die nationale Agentur für Comenius-Projekte stimmte dem Antrag zu, so dass erste Projektideen am Burggymnasium entwickelt werden konnten. Anfang Oktober reisten Norbert Klein und Spanischlehrerin Sabine Weber nach Albacete in Spanien zur Herbstkonferenz, um dort für die Projekte am Burggymnasium zu werben. Beteiligt an der Konferenz waren neben dem Burggymnasium aus Friedberg noch Schulen aus Spanien, Franktreich, Schweden, Italien und Schottland. Die beiden Lehrkräfte des Burggymnasiums waren von der Gastfreundlichkeit überwältigt und beeindruckt vom Empfang aller Beteiligten im Rathaus von Albacete durch den dortigen Bürgermeister.
Thema des jetzigen Projektes 2004/2005 ist das städtische und ländliche Europa im Vergleich. Die Projektaktivitäten in den verschiedenen Ländern umfassen Interviews, Fragebögen, Plakate, Fotoreportagen, szenisches Spiel etc. und setzen in Deutschland einen Akzent auf den sozial-gesellschaftlichen Wandel Friedbergs und dessen kulturelles Erbe. Schülergruppen aus sechs europäischen Ländern werden Aspekte des sozialen Wandels in ihrer Stadt erforschen, dokumentieren und miteinander vergleichen. Veränderungsprozesse in Europa nach 1945 sollen aufgedeckt werden und Geschichte und Kultur der jeweiligen Städte zum Ausdruck kommen.
![]() |
Die deutschen Lehrer und ihre Gastgeber in Spanien.
Das Burggymnasium Friedberg ist mit mindestens vier Projekten vertreten, so beschäftigen sich die Schülergruppe von Politik und Wirtschaftslehrer Norbert Klein mit der Veränderung gesellschaftlicher Aspekte der Kaiserstraße in Friedberg. Kunstlehrer Alexander Zipper leitet zusammen mit Deutschlehrerin Anja Schmidt-Größer ein Projekt zum Thema Veränderung der Stadtarchitektur. Politik und Wirtschaftslehrer Michael Bayer wird das Konsumverhalten Jugendlicher untersuchen und mit den Ergebnissen anderer europäischer Schulen vergleichen. Kunstlehrerin Helga Eiffler-Tillmann widmet sich in Kooperation mit einer Schule in Schweden der Mode von Teenagern seit 1945 und wird in einer Modenschau Ausblicke auf die zukünftige Mode geben. Allen gemeinsam ist die Idee, dass Europa zusammenwachsen soll, Verständnis für andere Kulturen aufgebracht und die Kommunikationsfähigkeit innerhalb der verschiedenen Ländern gefördert wird, mit dem Ziel, Vorurteilen entgegenzuwirken, Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten und ein freundschaftliches Miteinander über Landesgrenzen hinweg zu pflegen.

